Gender- und Diversity-Dimensionen in der Entwicklung von IKT-Projekten

Gehen wir davon aus, dass Diversity in die Zusammensetzung von Projektteams langsam Einzug hält. Dass auch jüngere Frauen, ältere Männer, Menschen mit spezifischeren Bedürfnissen, etc. in den Entwicklungsteams an Einfluss gewinnen. Gehen wir davon aus, dass die diverseren Teams unterschiedliche Blickwinkel in die Softwareentwicklung einbringen. Und gehen wir ferner davon aus, dass sie auch bewusst Gender- und Diversity-Aspekte in die Softwareentwicklung einfließen lassen wollen.

Was müssen sie da eigentlich tun?

Was bedeutet die Berücksichtigung von Gender- und Diversity-Aspekten in der Software-Entwicklung ganz konkret? Wohin muss man den Blick richten? Und wo liegen die Sackgassen?

In diesem Artikel geht es darum, welche Diversity-Dimensionen für die Softwareentwicklung relevant sind, welche Gender-Aspekte berücksichtigt werden müssen, welche Zuschreibungen es geben kann, warum genderspezifische Unterschiede mit Vorsicht zu behandeln sind, wie man die Fragen richtig stellt, was Stereotypien von gut entwickelten Personas unterscheidet, und nicht zuletzt was das für einen nutzer_innenzentrierten Designprozess bedeutet.

Erharter, Dorothea (2015): Gender- und Diversity-Dimensionen in der Entwicklung von IKT-Projekten. In: Barke, Helena, Siegeris, Juliane, Freiheit, Jörn & Krefting, Dagmar (Hrsg). Gender und IT-Projekte: Neue Wege zu digitaler Teilhabe. Leverkusen. Budrich UniPress Ltd. ISBN 978-3863887094.02