Gendergerechtes Forschungsdesign an der Schnittstelle Mensch – Technik

Als gender-relevant gelten Forschungen prinzipiell an der Schnittstelle zum Menschen. Forschung im HCI- Bereich ist damit das Kernthema gender-relevanter technologischer Forschung. Im Gegensatz zu Projekten im biomedizinischen Bereich spielen biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern für Mensch-Maschine-Schnittstellen nur eine marginale Rolle. Geschlechtsspezifische Unterschiede müssen daher sehr kritisch betrachtet werden. Statt auf Unterschiede ist der Fokus auf vielfältige Faktoren zu legen, die unterschiedliche Lebensrealitäten und Sozialisationsprozesse berücksichtigen. Anhand von GEMPLAY und anderen Forschungsprojekten im Bereich Gender & Technik zeigt Dorothea Erharter auf, wie gendergerechtes Forschungsdesign an der Schnittstelle Mensch zu Technologie konzipiert werden kann. Sie versucht aus der Breite an Vorschlägen für gendergerechtes Forschungsdesign die für HCI relevanten und in eigenen Projekten erprobten Methoden herauszufiltern und nachvollziehbar zu machen.

Publikation:
Erharter, Dorothea (2015): Gendergerechtes Forschungsdesign an der Schnittstelle Mensch – Technik. In: Pielot, Martin, Diefenbach, Sarah & Henze, Niels (Hrsg). Mensch & Computer – Tagungsbände / Proceedings 2015. De Gryer. Berlin. ISBN 978-3-11-044334-9. E-Book (Open Access): http://www.degruyter.com/view/product/462128?format=EBOK